Cornelia Reitberger: Arbeit, Ausbildung, Fachkräfte und Wirtschaft in Neubrandenburg
Arbeit, Ausbildung, Fachkräfte und Wirtschaft in Neubrandenburg
Neubrandenburg ist ein bedeutender Arbeitsort für die gesamte Mecklenburgische Seenplatte. Gute Jobs, berufliche Perspektiven und ausreichend Fachkräfte entscheiden darüber, wie sich Unternehmen und Stadt in den kommenden Jahren entwickeln.
Neubrandenburg ist Arbeitszentrum für die Region
Wirtschaftspolitik wird schnell abstrakt, wenn nur über Wachstum, Investitionen oder Fachkräftemangel gesprochen wird. In Neubrandenburg lässt sich die Bedeutung sehr konkret an den täglichen Arbeitswegen erkennen. Die Stadt weist aktuell 32.786 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort aus. Gleichzeitig pendeln 15.996 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zur Arbeit nach Neubrandenburg ein. Damit ist die Vier-Tore-Stadt für weit mehr Menschen ein Arbeitsort, als allein aus der Einwohnerzahl abzulesen wäre.
Diese Zahlen zeigen zwei Dinge. Erstens hat Neubrandenburg eine wichtige wirtschaftliche Funktion für den gesamten Landkreis. Zweitens hängen Stadt und Umland eng zusammen. Unternehmen benötigen Beschäftigte aus der Region, und viele Menschen aus den umliegenden Gemeinden sind darauf angewiesen, ihren Arbeitsplatz in Neubrandenburg zuverlässig zu erreichen. Wirtschaft, Mobilität und Wohnungsmarkt lassen sich deshalb nicht getrennt betrachten.
Ausbildung und Nachwuchs: KarriereWelten 2026
Am 4. September 2026 wurde im Jahnsportforum erneut sichtbar, wie groß die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten in und um Neubrandenburg ist. Bei den KarriereWelten präsentierten sich mehr als 140 Aussteller. Die Stadt verweist auf mehr als 1.200 Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Vertreten waren unter anderem Handwerk, Industrie, Gesundheit, IT, Verwaltung, Handel und Gastronomie.
Solche Veranstaltungen lösen den Fachkräftemangel nicht allein. Sie können aber einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung leisten. Junge Menschen brauchen frühzeitig Informationen darüber, welche Berufe vor Ort existieren, welche Betriebe ausbilden und welche Entwicklungsmöglichkeiten es gibt. Unternehmen wiederum erhalten die Chance, sich als Arbeitgeber zu präsentieren und direkt mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern ins Gespräch zu kommen.
Entscheidend ist, dass aus Berufsorientierung echte Perspektiven entstehen. Ausbildungsplätze müssen attraktiv sein, Schulen und Betriebe gut zusammenarbeiten und junge Menschen nach dem Abschluss eine realistische Chance haben, in der Region zu bleiben. Dazu gehören auch bezahlbares Wohnen, gute Freizeitangebote und eine funktionierende Mobilität.
Fachkräftesicherung beginnt nicht erst bei der Stellenanzeige
Wenn Unternehmen keine passenden Beschäftigten finden, wird häufig zuerst über Zuwanderung oder über zusätzliche Werbung für freie Stellen gesprochen. Beides kann sinnvoll sein. Fachkräftesicherung beginnt aber viel früher. Sie beginnt in Schulen, bei Berufsorientierung, Praktika und Ausbildung. Sie hängt von Weiterbildungsmöglichkeiten ab und davon, ob Beschäftigte Beruf und Familie gut verbinden können.
Für Neubrandenburg ist zudem die Bindung junger Menschen wichtig. Wer zum Studium oder zur Ausbildung die Region verlässt, sollte später eine Rückkehr als attraktive Möglichkeit sehen. Gleichzeitig muss die Stadt offen für Menschen sein, die neu in die Region kommen. Dafür braucht es Wohnungen, Kinderbetreuung, gute Schulen, digitale Verwaltung und eine Willkommenskultur im Alltag.
Ausbildung stärken
Betriebe brauchen Nachwuchs, junge Menschen klare Perspektiven. Berufsorientierung, Praktika und verlässliche Ausbildungsbedingungen gehören zusammen.
Fachkräfte halten
Gute Arbeit allein reicht nicht. Wohnen, Familie, Mobilität und Freizeit beeinflussen, ob Menschen dauerhaft in Neubrandenburg bleiben.
Unternehmen entwickeln
Bestehende Betriebe benötigen verlässliche Infrastruktur, planbare Rahmenbedingungen und geeignete Flächen für Investitionen.
Neue Ansiedlungen ermöglichen
Die Stadt arbeitet an der Aktivierung gewerblicher Flächen, damit auch größere Investitionen künftig Platz finden können.
Gewerbeflächen als Voraussetzung für Investitionen
Die Stadt weist darauf hin, dass es an verfügbaren, restriktionsfreien gewerblichen Bauflächen mit mehr als zehn Hektar mangelt. Deshalb sollen nicht genutzte Flächen im Industriegebiet Ihlenfelder Straße und Warliner Straße revitalisiert und aktiviert werden. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden nach Angaben der Stadt geschaffen; im nächsten Schritt sollen Herrichtungs-, Sanierungs- und Erschließungsmaßnahmen vorbereitet werden.
Das klingt technisch, ist für den Wirtschaftsstandort aber wichtig. Unternehmen, die neue Produktions- oder Logistikflächen benötigen, können sich nur ansiedeln, wenn geeignete Grundstücke tatsächlich verfügbar und erschlossen sind. Gleichzeitig sollte Flächenentwicklung verantwortungsvoll erfolgen. Ein sogenanntes grünes Gewerbegebiet kann die Chance bieten, Wirtschaftsförderung mit moderner Energieversorgung, Ressourceneffizienz und guter Infrastruktur zu verbinden.
Bestehende Unternehmen nicht aus dem Blick verlieren
Wirtschaftspolitik darf nicht nur auf neue Ansiedlungen schauen. Der größte Teil der Arbeitsplätze entsteht und besteht in Unternehmen, die bereits vor Ort tätig sind. Handwerk, Industrie, Gesundheitswirtschaft, Handel, Dienstleistungen und Verwaltung bilden gemeinsam die wirtschaftliche Struktur Neubrandenburgs. Gerade kleine und mittlere Betriebe brauchen verlässliche Ansprechpartner, schnelle Genehmigungen und eine leistungsfähige Infrastruktur.
Auch Unternehmensnachfolge wird zunehmend wichtig. Wenn Inhaberinnen und Inhaber in den Ruhestand gehen, müssen Betriebe fortgeführt werden können, damit Arbeitsplätze und Know-how in der Region bleiben. Weiterbildung und Digitalisierung sind weitere Felder, in denen Unternehmen Unterstützung benötigen können.
Welche Rolle kann das Land spielen?
Das Land Mecklenburg-Vorpommern beeinflusst wirtschaftliche Rahmenbedingungen durch Förderprogramme, Infrastrukturpolitik, berufliche Bildung, Hochschulpolitik, Digitalisierung und die Unterstützung von Kommunen bei Gewerbeentwicklung. Für Neubrandenburg ist besonders relevant, dass Programme nicht nur auf große Metropolen zugeschnitten sind, sondern die Realität eines regionalen Zentrums in einem Flächenland berücksichtigen.
Landespolitik kann außerdem dabei helfen, Berufsschulen und Hochschulen mit Unternehmen zu vernetzen. Förderungen für Innovationen, Energieeffizienz und Digitalisierung können Investitionen erleichtern. Gleichzeitig muss Verwaltung so organisiert sein, dass Genehmigungen transparent und zügig bearbeitet werden. Wirtschaft braucht Planungssicherheit.
Cornelia Reitberger und die wirtschaftspolitische Leitfrage
Cornelia Reitberger kandidiert 2026 auf Platz 47 der SPD-Landesliste und lebt in Neubrandenburg. Diese Seite behauptet nicht, dass sie zu den genannten Gewerbeflächen, Pendlerzahlen oder Ausbildungsprojekten bereits konkrete Forderungen veröffentlicht hat. Der regionale Befund bildet vielmehr die Grundlage für eine offene Frage.
Interessant ist dabei, welche Priorität sie der beruflichen Bildung einräumt, wie sie Fachkräftesicherung versteht und welche Unterstützung sie für bestehende Unternehmen und neue Ansiedlungen für sinnvoll hält. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Wirtschaftspolitik mit Wohnen, Mobilität und Familienfreundlichkeit stärker zusammengedacht werden sollte.
Gute Arbeit ist Teil einer starken Stadt
Ein Wirtschaftsstandort ist dann stark, wenn Menschen dort nicht nur arbeiten, sondern auch gut leben können. Neubrandenburg hat als regionales Arbeitszentrum eine gute Ausgangslage. Die hohe Zahl der Einpendler zeigt die Bedeutung für den Landkreis. Die KarriereWelten zeigen die Breite beruflicher Möglichkeiten. Die Entwicklung von Gewerbeflächen eröffnet Chancen für weitere Investitionen.
Die entscheidende Aufgabe besteht darin, diese Bausteine miteinander zu verbinden. Ausbildung, Unternehmensentwicklung, Fachkräftegewinnung, Mobilität und Lebensqualität müssen langfristig zusammenspielen. Genau deshalb ist Arbeit und Wirtschaft das vierte Thema dieser Serie.
FAQ: Arbeit und Wirtschaft
Wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in Neubrandenburg?
Die Vier-Tore-Stadt nennt 32.786 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Statistischen Jahrbuch 2025.
Wie viele Menschen pendeln zur Arbeit nach Neubrandenburg?
Die Stadt weist 15.996 sozialversicherungspflichtige Einpendler aus. Das unterstreicht die Funktion Neubrandenburgs als Arbeitszentrum für die Region.
Was waren die KarriereWelten 2026?
Die Ausbildungs- und Weiterbildungsmesse fand am 4. September 2026 im Jahnsportforum statt. Mehr als 140 Aussteller präsentierten nach Angaben der Stadt mehr als 1.200 Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.
Warum entwickelt die Stadt weitere Gewerbeflächen?
Die Stadt beschreibt einen Mangel an verfügbaren, restriktionsfreien Flächen über zehn Hektar. Deshalb sollen Flächen im Industriegebiet Ihlenfelder Straße und Warliner Straße schrittweise für Ansiedlungen qualifiziert werden.
Welche Position hat Cornelia Reitberger dazu?
Eine konkrete persönliche Position wird hier nicht als belegt dargestellt. Die Seite formuliert ausdrücklich eine Frage an sie.
Geprüfte Quellen
- Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg – Zahlen, Daten und Fakten
- Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg – KarriereWelten 2026
- Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg – Gewerbegebiete
- Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern – Landtagswahl 2026
Stand der inhaltlichen Prüfung: September 2026. Beschäftigungszahlen beziehen sich auf den aktuell von der Stadt veröffentlichten Datenstand.

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